Sperrnächte von 8. bis 20. Dezember

Bewusster Jahresabschluss zur Reflexion des aktuellen Jahres. Die Sperrnächte sind ideal, um auf das ausklingende Jahr zurückzublicken und es zu verabschieden.

Die alte Weise erzählt davon, dass sich das Rad des Lebens (Schicksalsrad bzw. Jahresrad), mit diesen Tagen nun immer langsamer dreht – es läuft aus. Zu Yule (bedeutet übersetzt Rad), der Wintersonnwende am 21. Dezember, steht es dann ganz still und schließt den Jahreszyklus ab. Über die Rauhnächte wird das Rad des Jahres wieder neu gefüllt, erst Anfang Jänner am Ende der Rauhnächte beginnt es sich wieder zu drehen.


Start der Sperrnächte: 8. Dezember

Die Nacht vor der ersten Sperrnacht gilt als allerdunkelste Nacht des Jahres am 7. Dezember. Schon am Tag des 8. Dezembers empfängt die Erde dann die ersten Sonnenimpulse als Vorboten der Wintersonnwende am 21. Dezember. Der 8. Dezember ist der Tag von Mariä Empfängnis. Die Heilige Anna hat die künftige göttliche Mutter Maria empfangen. Die erste Sperrnacht ist die Nacht von 8. auf den 9. Dezember. Zwischen dem 8. und dem 21. Dezember liegen genau 13 Tage – eine heilige und mystische Zahl.


In diesen 13 Nächten vor dem 21. Dezember ist nun die Zeit, in der wir nochmal ins Jahr zurückschauen. Wir reflektieren unser Lebensrad und geben weg, was nicht ins neue Jahr mitgenommen werden soll.
Maria Enzersdorf, Österreich

Alles wird jetzt weggeperrt

Damit sind ursprünglich die landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte gemeint. Das Bauernjahr war im Dezember beendet und es wurden alle Arbeiten stillgelegt. Außerdem diente das Wegsperren dazu, die Gerätschaften und herumstehende Gegenstände vor der wilden Jagd der Percht zu schützen, die in den Rauhnächten ihr Unwesen trieb.

Wir reflektieren das ablaufende Jahr, “sperren“ weg, was gehen darf, und beginnen damit, das Rad zu leeren, damit es sich dann über die Rauhnächte mit guten Kräften neu füllen kann. So wird durch das bewusste Erleben der Sperrnächte Raum geschaffen, für das Befüllen mit Wünschen und Visionen in den Rauhnächten.


Wie du die Sperrnächte nutzen kannst

Wir können die Sperrnächte heutzutage nutzen, um uns auf die Weihnacht und die Raunächte vorzubereiten. Natürlich nicht wie früher, doch es tut uns auch heute gut, alle Maschinen und Geräte, die wir über die heiligen Nächte nicht unbedingt benötigen, ruhen zu lassen. Gartenwerkzeug und Handwerksmaschinen können wir auch bewusst wegschließen und bis zum Frühjahr ruhen lassen. So können wir unsere Aufmerksamkeit ganz vom Außen in das Innen richten. Je mehr Ruhe im Außen ist, desto mehr Klarheit können wir für die Innenschau finden. Achte auf deine Eingebungen und Träume – sie können dir zeigen, welche unbewussten Themen bei dir offen sind, die jetzt abgeschlossen und beendet werden sollten.


Blicke zurück auf die 12 Monate des ausklingenden Jahres

Die Sperrnächte sind ideal, um das ausklingende Jahr zu verabschieden. Fühle dich in jeden der vergangenen Monate hinein und bringe ihn innerlich zu einem friedlichen Abschluss. Lass belastende Erinnerungen und Emotionen gehen, nimm wertvolle Lektionen und Erfahrungen mit.


Rückblick – Sperrnächte-Ritual

🕯 Blicke am 8. Dezember in der ersten Sperrnacht (der Begriff „Nacht“ bezeichnet dabei 24 Stunden), in den Jänner zurück: Was hast du da erlebt und empfunden? Geh in dich, schau dir deine Fotos und eine Kalendereinträge von diesem Monat an. Reflektiere und miste aus.

🕯 Schreib auf einen Zettel auf, was gehen darf, was du aussperrst, und verbrenne ihn dankbar, sodass es sich lichtvoll erlösen kann. Du kannst dafür eine große Kerze verwenden, die für alle Monate und das gesamte ausklingende Jahr steht. Auch Räucherungen kannst du gut nutzen für Monate in denen es dir nicht gut ging oder in denen dich eine Schwere und Traurigkeit begleitet hat.

🕯 Morgen setzt du diesen Prozess dann mit deinem Rückblick in den Februar fort, und so weiter bis zur Wintersonnenwende, wo du nochmal das ganze Jahr gesamt betrachten und energetisch abschließen kannst.


🕯 Hier ein paar Fragen, die dir den Rückblick erleichtern sollen:

Was war in diesen Monaten gut?

Was hat mich sehr herausgefordert?

Was hat mich belastet?

Was habe ich in die Welt gebracht?

Was ist noch unvollendet, nicht abgeschlossen?

Was lastet noch auf mir? Womit belaste ich mich noch?

Worüber beschwere ich mich noch? Was macht mich noch schwer?

Was ist mir schwergefallen, was leicht?

Was hat mich geängstigt?

Was bedauere ich?

Worauf bin ich stolz?

Was habe ich gelernt?

Was habe ich erkannt? Was waren meine Aha-Erlebnisse?

Wer hat mich besonders begleitet?

Was ist noch zu tun?

Was ist noch zu sagen?

Was ist noch zu klären, zu bereinigen?

Was will ich nicht mit ins neue Jahr nehmen?

Welche Baustellen muss ich mit ins neue Jahr nehmen, kann aber jetzt schon Hilfreiches in die Wege leiten?


Die 13 Sperrnächte im Überblick

1. Sperrnacht – 8./9. Dezember: JANUAR

2. Sperrnacht – 9./10. Dezember: FEBRUAR

3. Sperrnacht – 10./11. Dezember: MÄRZ

4. Sperrnacht – 11./12. Dezember: APRIL

5. Sperrnacht – 12./13. Dezember: MAI

6. Sperrnacht – 13./14. Dezember: JUNI

7. Sperrnacht – 14./15. Dezember: JULI

8. Sperrnacht – 15./16. Dezember: AUGUST

9. Sperrnacht – 16./17. Dezember: SEPTEMBER

10. Sperrnacht – 17./18. Dezember: OKTOBER

11. Sperrnacht – 18./19. Dezember: NOVEMBER

12. Sperrnacht – 19./20. Dezember: DEZEMBER

13. Sperrnacht – 20./21. Dezember: das ganze JAHR



Ich wünsch dir einen erkenntnisreichen Jahresrückblick!

Let’s rise and shine together,

Sandra